Veranstaltungen
Freuen Sie sich auf einen November voller Literatur, Austausch und gemeinsamer Lesefreude!
Vergangene Termine
Buchclub zu „Alles immer wegen damals“
Standort
- Ellin Original Greek
- E3, 1, 68161 Mannheim
Wir sind ein Buchclub aus ca. 5 Personen und treffen uns seit 2019 im 6-Wochen-Rhythmus. Wir lesen immer von Mal zu Mal einen Roman und besprechen ihn dann. Aktuell lesen wir „Alles immer wegen damals“.
Interessierte, die das Buch gelesen haben und sich mit uns darüber austauschen wollen, sind herzlich willkommen.
Paula Irmschler: Alles immer wegen damals. Gemeinsames Gespräch über das Buch.
Standort
- Kunsthalle Mannheim
- Friedrichsplatz 4, 68165 Mannheim
Wir führen gemeinsam ein Gespräch über das Buch. Die vorherige Lektüre ist nicht erforderlich.
Moderation: Burcu Kocyigit
Eintritt frei
„Mannheim liest ein Buch“ mit PhilFak Leseclub und Xanthippe Buchclub
Standort
- Frauenbuchladen Xanthippe
- T3, 4, 68161 Mannheim
„Komisch, anrührend, traurig, präzise, unterhaltsam – das ganze Paket. Gönnt euch!“ (Alena Schröder)
Wir laden ein zur gemeinsamen Lektüre von Mannheims „Buch der Stadt“ 2025, Paula Irmschlers Alles immer wegen damals.
Lesen verbindet – und bei uns wird aus einzelnen Leser*innen eine lebendige Gesprächsrunde. Wir treffen uns an drei Dienstagabenden in entspannter Atmosphäre, um gemeinsam über Alles immer wegen damals zu sprechen. Zwischen den Terminen lesen wir jeweils den nächsten Textabschnitt. Lesen Sie mit!
Beim dritten Treffen diskutieren wir die Kapitel 24–Ende!
Meet & Read trifft Silent Reading
Standort
- Zentralbibliothek im Stadthaus N 1, Zeitschriftencafé
Am Dienstag, den 2. Dezember 2025, schließen sich der Silent Reading Club und der Literaturkreis „Meet & Read“ der Stadtbibliothek Mannheim zu einer gemeinsamen Spezialausgabe, die dem diesjährigen Mannheim liest ein Buch Titel Alles immer wegen damals von Paula Irmschler gewidmet ist, zusammen.
Wer sich denkt: „Oh ja, das wollte ich doch schon längst lesen!“ – und bisher einfach nicht dazu kam, weil der Alltag zu fordernd war oder die Instagram-Storyline spannender schien – hat jetzt die perfekte Gelegenheit dazu. In entspannter, gemeinschaftlicher Atmosphäre kann gemeinsam gelesen und in die Geschichte eingetaucht werden.
Im Anschluss, ab 17:30 Uhr, lädt der Literaturkreis „Meet & Read“ alle Interessierten dazu ein, sich über das Gelesene auszutauschen. Besondere literaturwissenschaftliche Kenntnisse sind dafür nicht nötig – im Mittelpunkt stehen persönliche Leseeindrücke, unterschiedliche Perspektiven und die Frage, welche Textstellen besonders in Erinnerung geblieben sind.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung unter manuela.berwanger@mannheim.de bzw. 0621 / 293-8923 oder in der Zentralbibliothek ist erforderlich.
Lesezirkel Herzogenried „MaLiBu-Spezial“
Standort
- Stadtbibliothek Herzogenried
- Herzogenriedstraße 50 (in der IGMH), 68169 Mannheim
Was ist schöner als eine gute Geschichte? Eine Geschichte, über die wir zusammen sprechen oder der wir einfach nur gemeinsam lauschen. Für den Lesezirkel können alle Teilnehmenden ihre Geschichten mitbringen, über die sie berichten möchten.
An diesem Termin beschäftigen wir uns vorrangig mit dem diesjährigen MALIBU-Titel „Alles immer wegen damals“ von Paula Irmschler.
Kotenlos, bitte anmelden: stadtbibliothek.herzogenried@mannheim.de oder 0621 293 5055
Gemeinsam lesen – Literatur erleben
Standort
- Katholische Bücherei Christ-König, Gemeindezentrum, Raum Leben
- Römerstr. 30, 68259 Mannheim
Literaturgespräch: Paula Irmschler Alles immer wegen damals
Gemeinsam lesen wir einen ausgesuchten Text, in gemütlicher Runde und mit literaturinteressierten Menschen. Es bedarf keinerlei Vorwissen und Vorbereitung, einfach vorbeikommen, zuhören und wer möchte, kommt über die Inhalte ins Gespräch. Eine Moderatorin wird die Stunde begleiten und unterstützen, um den Austausch zu fördern. Wir freuen uns, wenn Sie vorbeischauen!
Weitere Informationen unter:
https://www.sse-maria-magdalena.de/weitere-einrichtungen/buecherei-christ-koenig/
Buchsprechstunde im Feierabend
Standort
- Zentralbibliothek im Stadthaus N 1, Lesetreppe
Manche Bücher begleiten uns über eine längere Zeit. Sie stellen Fragen, öffnen den Blick, erzählen sich in unserem Alltag weiter – sie sprechen mit uns. Dieses Gespräch möchten wir weiterführen und Sie zu unserer Buchsprechstunde einladen: kommen Sie gerne vorbei und mit uns über Alles immer wegen damals ins Gespräch.
Kostenlos, ohne Anmeldung
Abschlussveranstaltung: Mannheim liest ein Buch 2025
Standort
- Nationaltheater Mannheim
- Lobby Werkhaus, Mozartstraße 9
Szenische Lesung aus dem Roman von Paula Irmschler und Ausklang der Leseaktion
Zum Finale der Leseaktion veranstaltet das Nationaltheater in der Lobby des Werkhauses eine szenische Lesung aus Paula Irmschlers Alles immer wegen damals. Schauspielerinnen des Ensembles bringen die Geschichte ein letztes Mal zum Leben und laden im Anschluss zum gemütlichen Ausklang ein.
Weitere Informationen und Karten unter:
https://www.nationaltheater-mannheim.de/spielplan/mannheim-liest-ein-buch-7225/3842/
pay what you want 3 € / 8 € / 15 € / 25 €
Paula Irmschler: Alles immer wegen damals. Gemeinsames Gespräch über das Buch.
Standort
- Kunsthalle Mannheim
- Friedrichsplatz 4, 68165 Mannheim
Wir führen gemeinsam ein Gespräch über das Buch. Die vorherige Lektüre ist nicht erforderlich.
Moderation: Burcu Kocyigit
Eintritt frei
Teil 2: Workshop kreatives Schreiben: Perspektivwechsel
Standort
- Mannheimer Abendakademie, Raum 410
Neue Perspektiven im Roman Alles immer wegen damals von Paula Irmschler selbst schreiben
Der Kurs ist für alle geeignet, die gerne schreiben und dabei neue Erfahrungen machen möchten.
Der Roman Alles immer wegen damals von Paula Irmschler, der dieses Jahr für die Aktion „Mannheim liest ein Buch“ ausgewählt wurde, erzählt eine Tochter-Mutter-Beziehung aus den Perspektiven jeweils der Tochter und der Mutter. Wie ist die jeweilige Sicht auf die Beziehung und das gemeinsam Erlebte? Was lässt sie aneinander festhalten und was trennt sie voneinander? In diesem Workshop wollen wir uns über die Bedeutung und Wirkung der Perspektive von Figuren in Erzähltexten Gedanken machen. Dies probieren wir praktisch aus, indem wir aus der Perspektive einer frei wählbaren Figur aus dem Roman einen Teil der Geschichte neu schreiben. Wie verändert sich die Gesamtgeschichte, wenn eine neue Perspektive dazu kommt? Im ersten Teil des Workshops besprechen wir das Thema „Perspektive“, ihre Gestaltungsmöglichkeiten, ihre Auswirkungen und die Aufgabenstellung. Im zweiten Teil wollen wir uns im gemeinsamen Gespräch über die Ergebnisse der Kursteilnehmer*innen austauschen.
Michael Ockert bietet seit einigen Jahren Kurse zu kreativem Schreiben in der Abendakademie an.
Weitere Informationen sowie die Anmeldung sind unter folgendem Link verfügbar:
https://www.abendakademie-mannheim.de/programm/kultur/kurs/Workshop-kreatives-Schreiben-Perspektivwechsel-Mannheim-liest-ein-Buch/H137009#inhalt
Gesprächsrunde zu Paula Irmschlers Roman „Alles immer wegen damals“
Standort
- Stadtbibliothek Feudenheim
- Neckarstraße 4, 68259 Mannheim
Wir laden zu einer gemütlichen Gesprächsrunde zu dem diesjährigen Aktionsbuch von „Mannheim liest ein Buch“ „Alles immer wegen damals“ von Paula Irmschler ein. Es sind keine literarischen Vorkenntnisse nötig. Die vorherige Lektüre des Buches ist nicht Voraussetzung aber erleichtert den Austausch. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Teilnahme kostenlos, einfach vorbeikommen.
„Mannheim liest ein Buch“ mit PhilFak Leseclub und Xanthippe Buchclub
Standort
- Frauenbuchladen Xanthippe
- T3, 4, 68161 Mannheim
„Komisch, anrührend, traurig, präzise, unterhaltsam – das ganze Paket. Gönnt euch!“ (Alena Schröder)
Wir laden ein zur gemeinsamen Lektüre von Mannheims „Buch der Stadt“ 2025, Paula Irmschlers Alles immer wegen damals.
Lesen verbindet – und bei uns wird aus einzelnen Leser*innen eine lebendige Gesprächsrunde. Wir treffen uns an drei Dienstagabenden in entspannter Atmosphäre, um gemeinsam über Alles immer wegen damals zu sprechen. Zwischen den Terminen lesen wir jeweils den nächsten Textabschnitt. Lesen Sie mit!
Beim zweiten Treffen diskutieren wir die Kapitel 13–24!
Podiumsdiskussion im Rahmen der Vorlesung „Wohn(t)räume. Literatur des Wohnens vom Realismus bis zur Gegenwart“.
Standort
- Universität Mannheim, A5, B 144
„Man muss doch in Ruhe wohnen dürfen“, heißt es in Paula Irmschlers Alles immer wegen damals. Darf man aber eben nicht, denn es drohen Mieterhöhungen, es müssen Wohngeldanträge gestellt werden und manchmal kommt man vorübergehend bei einem Freund unter. Das Buch für Mannheim 2025 ist (auch) ein Wohnbuch, das von sozialer Prekarität wie von der Freude über die erste „Alleinewohnung“ nach den Kindern erzählt.
Sandra Beck, Irmtraud Hnilica und Thomas Wortmann diskutieren die Wohn(t)räume, die Alles immer wegen damals entwirft.
Teil 1: Workshop kreatives Schreiben: Perspektivwechsel
Standort
- Mannheimer Abendakademie, Raum 405
Neue Perspektiven im Roman Alles immer wegen damals von Paula Irmschler selbst schreiben
Der Kurs ist für alle geeignet, die gerne schreiben und dabei neue Erfahrungen machen möchten.
Der Roman Alles immer wegen damals von Paula Irmschler, der dieses Jahr für die Aktion „Mannheim liest ein Buch“ ausgewählt wurde, erzählt eine Tochter-Mutter-Beziehung aus den Perspektiven jeweils der Tochter und der Mutter. Wie ist die jeweilige Sicht auf die Beziehung und das gemeinsam Erlebte? Was lässt sie aneinander festhalten und was trennt sie voneinander?
In diesem Workshop wollen wir uns über die Bedeutung und Wirkung der Perspektive von Figuren in Erzähltexten Gedanken machen. Dies probieren wir praktisch aus, indem wir aus der Perspektive einer frei wählbaren Figur aus dem Roman einen Teil der Geschichte neu schreiben. Wie verändert sich die Gesamtgeschichte, wenn eine neue Perspektive dazu kommt?
Im ersten Teil des Workshops besprechen wir das Thema „Perspektive“, ihre Gestaltungsmöglichkeiten, ihre Auswirkungen und die Aufgabenstellung. Im zweiten Teil wollen wir uns im gemeinsamen Gespräch über die Ergebnisse der Kursteilnehmer*innen austauschen.
Michael Ockert bietet seit einigen Jahren Kurse zu kreativem Schreiben in der Abendakademie an.
Weitere Informationen sowie die Anmeldung sind unter folgendem Link verfügbar:
https://www.abendakademie-mannheim.de/programm/kultur/kurs/Workshop-kreatives-Schreiben-Perspektivwechsel-Mannheim-liest-ein-Buch/H137009#inhalt
Auftaktveranstaltung: Mannheim liest ein Buch 2025
Standort
- Aula der Universität Mannheim
- 1. OG, Ostflügel Schloss Mannheim, Bismarckstraße 40, 68131 Mannheim
Lesung und Gespräch mit Paula Irmschler
Eine Stadt, ein Buch. Ganz Mannheim liest den Roman Alles immer wegen damals von Paula Irmschler, zahlreiche Veranstaltungen laden zum Austausch ein. Zum Auftakt der Leseaktion ist die Autorin zu Gast an der Universität Mannheim. Sie liest aus ihrem Buch und beantwortet die Fragen von Sandra Beck und Thomas Wortmann.
Eintritt frei
„Als wir lasen“ meets „Mannheim liest ein Buch“
Standort
- Theaterhaus G7
- G7, 4b, 68165 Mannheim
Die Bücher stapeln sich zu Hause, mahnende Türme, Regale voller unbekannter Welten, darauf wartend, von uns erkundet zu werden. Und nun, obendrauf, auch noch das „Buch der Stadt“: Paula Irmschlers Alles immer wegen damals.
Daher: Wir treffen uns, Smartphones bleiben in der Tasche oder werden abgegeben, gemütlich im Foyer des Theaterhaus G7. Wir bringen unsere Bücher mit, stellen uns einen Wecker und lesen eine Stunde lang, ganz für uns allein, gemeinsam was wir wollen. Wer mag, kann spontan den eigenen Lektürestapel umsortieren und zu Paula Irmschlers Alles immer wegen damals greifen.
„Als wir lasen“ ist ein Format des theaterhausG7.
„Mannheim liest ein Buch“ mit PhilFak Leseclub und Xanthippe Buchclub
Standort
- ExperienceLab
- Schneckenhof Ost, Universität Mannheim
„Komisch, anrührend, traurig, präzise, unterhaltsam – das ganze Paket. Gönnt euch!“ (Alena Schröder)
Wir laden ein zur gemeinsamen Lektüre von Mannheims „Buch der Stadt“ 2025, Paula Irmschlers Alles immer wegen damals.
Lesen verbindet – und bei uns wird aus einzelnen Leser*innen eine lebendige Gesprächsrunde. Wir treffen uns an drei Dienstagabenden in entspannter Atmosphäre, um gemeinsam über Alles immer wegen damals zu sprechen. Zwischen den Terminen lesen wir jeweils den nächsten Textabschnitt. Lesen Sie mit!
Beim ersten Treffen diskutieren wir die Kapitel 1–12!
Der Veranstaltungskalender wird regelmäßig aktualisiert und ergänzt. Bleiben Sie dran.
Veranstaltungen
Seit dem erfolgreichen Auftakt der Leseaktion „Mannheim liest ein Buch“ 2025 – mit einer Lesung und einem Gespräch mit der Autorin Paula Irmschler an der Universität Mannheim – bot der November ein vielfältiges Programm mit zahlreichen spannenden Veranstaltungen. Von Gesprächsrunden und Lesungen bis hin zu Podiumsdiskussionen und Workshops war für jede*n etwas dabei.
Wir bedanken uns bei allen beteiligten Institutionen, Kooperationspartnern und Förderern für das vielfältige Programm voller Literatur, Austausch und Lesefreude.
Veranstaltungsbericht zur Auftaktveranstaltung:
Familie heißt lügen – Paula Irmschler und „Alles immer wegen damals“ bei „Mannheim liest“
Wie wichtig ist das eigene Zuhause? Zum erfolgreichen Start von „Mannheim liest ein Buch“ spricht Paula Irmschler, die Autorin des diesjährigen Buchs, über Wohnraum, Rückzugsorte und die Bedeutung von Familie – oder dessen Abwesenheit.
Stühlerücken in der Aula des Mannheimer Schlosses: Aufgrund des großen Besucherandrangs beim Auftakt von „Mannheim liest ein Buch“ am 10. November müssen spontan weitere Stuhlreihen aufgebaut werden. Nachdem sich auch die letzten Besucher*innen auf ihren Plätzen eingefunden haben, kann die Veranstaltung beginnen. Autorin Paula Irmschler, deren Roman „Alles immer wegen damals“ bei der vierten Auflage von „MaliBu“ im Fokus steht, wirkt auf der Bühne erfrischend ehrlich und gelassen. Geleitet wird das Gespräch von Prof. Dr. Thomas Wortmann, Dekan der philosophischen Fakultät, und Dr. Sandra Beck, Akademische Rätin am Seminar für Deutsche Philologie.
Paula Irmschler ist Musikjournalistin und Satirikerin, sie hat unter anderem im Missy Magazine und Musikexpress Texte veröffentlicht und als Redakteurin bei der Titanic gearbeitet, außerdem ist sie als Autorin für das Magazin Royale von Jan Böhmermann tätig. Ihr Debütroman „Superbusen“ (2018) wurde von der Kritik hoch gelobt. 2024 erschien ihr zweiter Roman „Alles immer wegen damals“, verfasst in Zeiten der Coronapandemie, wie sie auf der Bühne verrät. Der Roman erzählt die Geschichte eines Mutter-Tochter-Gespanns, das seine Beziehung zueinander sowie zu den Personen seines Umfelds erkundet. Karlas Umzug von ihrem Geburtsort Leipzig in den Westen nach Köln ist Auslöser emotionaler Konflikte. Nach zwei Jahren ohne Kontakt lässt ein Geschenk von Karlas Geschwistern sie und ihre Mutter Gerda wieder aufeinandertreffen. In ihrem Roman erkundet Irmschler die subtilen sozialen Prägungen zwischen Ost- und Westdeutschland, die sich in den unterschiedlichen Lebensträumen und Erwartungen der beiden Protagonistinnen widerspiegeln.
Parallelen zu den Figuren
Zu Beginn liest Irmschler die Anfangsszene des Romans vor. Darin erinnert sich Karla unmittelbar nach dem Aufwachen an das Leben mit ihren Geschwistern und dem Familienhund, eine Szene, die die Autorin als anekdotisch bezeichnet: Ihre Schwester hatte Irmschler in ihrer Jugend einen ähnlichen Streich gespielt. Obwohl Irmschler, die selbst vom Osten nach Westdeutschland zog, im Laufe der Veranstaltung mehrfach betont, Distanz zu ihren Figuren wahren zu wollen, entsteht schnell der Eindruck, dass es doch gewisse Parallelen gibt. Ein Satz, der beinahe zum Titel des Buches geworden wäre, bleibt hängen: „Familie heißt lügen bis tief in die Nacht.“ Blutsverwandtschaft, so die Autorin, stelle sie persönlich „nicht so hoch“.
Das Gespräch dreht sich um Familie, Erwartungshaltungen und den Drang nach Verbundenheit. Irmschler erinnert an Familien-Gruppenchats, die während der Pandemie eine besonders große Rolle spielten. „Man hat sich’s nicht ausgesucht – trotzdem ist man in vielen Fällen in einer Familiengruppe, weil dieser Zwang herrscht“, sagt sie. Offen spricht sie zudem über ihre eigenen familiären Erlebnisse, die sich in „Alles immer wegen damals“ wiederfinden – etwa über regelmäßige Streitereien unter Geschwistern, deren Gründe sie heute kaum noch nachvollziehen kann.
Was ist überhaupt „normal“?
Ein weiteres zentrales Thema des Romans ist die Frage nach Wohnraum, den Traum von den eigenen vier Wänden, einem Rückzugsort, der Sicherheit bietet: Mutter Gerda wünscht sich ein eigenes Haus, gefüllt mit Familienmitgliedern. Für viele heutzutage unerfüllbar: In einer persönlichen Anekdote erzählt die Autorin von Freund*innen, die ihre Familienplanung aufgrund fehlenden Wohnraums pausieren müssen. Sie betont, wie eng Arbeit, Leben und Beziehungen mit der Wohnsituation verbunden sind. Irmschler selbst lebt in einer Dachgeschosswohnung, die einzigen Wohnungen in ihrer Wahlheimat Köln, „die bezahlbar sind und auch ab und zu mal frei werden, weil es Leute da nicht aushalten“.
Immer wieder kehrt das Gespräch zum Begriff des „Normalen“ zurück. Was macht eine normale Frau aus, wie sieht eine normale Familie aus – und lässt sich „normal“ überhaupt klar definieren? Protagonistin Karla träumt von einem bodenständigen Leben; sie wünscht sich eine eigene Familie und einen Wohnraum, der Schutz, Ruhe und Rückzug bietet. Auch Gerda sehnt sich nach einem festen Platz für ihre Familie. Im Gespräch bezeichnet Wortmann Gerdas Wunsch als „Familienhaus“ – ein Ort, an dem sich alle ihre Habseligkeiten befinden und ihre Familie zusammenkommen kann. Irmschler selbst hat Gerdas Ideal eines „Familienhauses“ nie kennengelernt. Sie sei so häufig umgezogen, dass für sie bisher weder ein vollgestellter Keller noch ein Dachboden voller Kisten jemals zur Realität wurden.
Nachdem das offizielle Gespräch auf der Bühne beendet ist, leert sich der Saal nur zögerlich. Viele Besucher*innen nutzen den Moment, um sich ihre Exemplare des Romans von der Autorin signieren zu lassen. Im Raum verteilt entstehen Unterhaltungen über die vorgelesenen Passagen, bevorstehende Programmpunkte des Lesefests „MaliBu“ und die Pläne für den verbleibenden Abend. Die gelungene Auftaktveranstaltung endet in individuellen Begegnungen und anregenden Gesprächen.
von Pia Richter