Mannheim liest 2025

Alles immer wegen damals

von Paula Irmschler

 

Die Autorin

Die Autorin des diesjährigen „Buchs der Stadt“ ist Paula Irmschler, Satirikerin, Musikjournalistin, „ZDF Magazin Royale“-Autorin und Schriftstellerin. Geboren 1989 in Dresden, zog sie 2010 für ihr Studium der Politikwissenschaft nach Chemnitz. Später führte sie ihr Weg nach Köln. Sie schreibt und schrieb unter anderem für den Musikexpress, die Titanic, das Missy Magazine und das „ZDF Magazin Royale“.

 

Ihr literarisches Debüt feierte Paula Irmschler 2020 mit dem Roman Superbusen, ein Bestseller, der 2022 in Chemnitz erstmals für die Bühne adaptiert wurde. Ihr Text erzählt von Gisela und der von ihr gegründeten All-Female-Band „Superbusen“, von Freundinnenschaften, Politik und dem Musikbetrieb. Denn wie sie im Interview mit der SZ bemerkte:

 

„In einem Buch über Frauen und Musik muss es leider auch um Sexismus gehen.“

 

Einig ist sich die Kritik, dass Paula Irmschler politische Themen wie Klassismus, Feminismus und Rechtspopulismus ebenso wie die literarische Auseinandersetzung mit Schönheits- und Körperidealen mit einem eigenen Humor gestaltet. Sie selbst sagte dazu 2021 im Interview mit der taz:

 

„Es ist die einzige Art, wie ich schreiben kann. Ich habe gerade mit dem zweiten Buch angefangen. Und ich habe versucht ernster zu schreiben, aber es gelingt mir nicht so gut. Es kommt doch immer etwas Flapsiges, Ironisches. Ich glaube, weil das die Art ist, wie ich denke und meinen Tag verbringe. Wie ich mich unterhalte und Sachen sehe. Ich finde Beschissenheit und Ironie gehören zusammen. Ich kann das nicht trennen.“

Das Buch

„Familie heißt lügen bis tief in die Nacht.“

 

Der Roman beginnt mit der Erinnerung an Leo, den einstigen Familienhund: „Mitm Hund raus. Das sind fast immer noch die ersten Worte, die Karla beim Aufwachen denkt.“ In dieser kleinen Anekdote um einen zufällig zur Familie gestoßenen und gebliebenen Hund verdichtet Alles immer wegen damals die zentralen Themen einer so komischen wie zärtlichen Mutter-Tochter-Erzählung: Im stetigen Wechsel zwischen dem Alltag der nach Köln gezogenen Karla und ihrer in Leipzig lebenden Mutter Gerda erzählt Paula Irmschlers Alles immer wegen damals eine so zärtliche wie komische Mutter-Tochter-Geschichte, umgeben von geschwisterlichen Rivalitäten und Gelegenheitsflunkereien, alten Konflikten und neuen Debatten – Lebensfragen und Lebensweisheiten:

 

„Kuscheln ist wie Hinsetzen, wenn man im Stehen arbeiten muss, man kann dann nicht mehr aufstehen, die Füße schmerzen umso mehr.“

 

Mit ihrem ganz eigenen Sound bewegen sich Mutter und Tochter zwischen Trennung und Fernbeziehung, Sehnsucht und Erwartung. Und sie verteidigen sich mit diesem gegen gesellschaftliche Zumutungen und Normvorstellungen: „Für sich etwas tun heißt bei Frauen, dass sie etwas für die sogenannte Schönheit machen, also etwas gegen ihren Körper und für die angebliche Entspannung, die aber auch der Schönheit zugutekommen soll.“ Paula Irmschlers Roman ist ein Text über Tochterschaft und Mutterschaft: die Sehnsucht nach mehr Nähe und das Wissen um ein zu viel – und die Einsamkeit im familiären Trubel: „Wenn man es genau nimmt, hat sie schon früher mit sich selbst geredet, aber es war zumindest immer jemand anders im Raum, was gesellschaftlich anerkannter ist“.

 

Eröffnet werden unterschiedliche Blickpunkte auf feministische Lebensvorstellungen, gerade im Konflikt zwischen den Generationen. Mit Karla und Gerda erzählt Paula Irmschler nicht nur eine komplexe Mutter-Tochter-Beziehung, sondern auch eine Ost-West-Geschichte. Denn Karla „ist ein unzugänglicher Millennial, obendrauf ist sie noch, wie sie ist, und dann steckt da leider auch immer ein unaufgeschlossener Ossi in ihr“, ihre Mutter hingegen hat erlebt, wie ihre Lebensgeschichte in eine Systembiografie verwandelt wurde: „Das Leben von damals befindet sich nun in Museen und Dokus, aber nirgendwo findet Gerda ihres. Vieles war eigentlich so unspektakulär, denkt sie.“ Das vorangestellte Motto liefert den Soundtrack für beide Frauen – und alle Leser*innen dieses Romans:

 

She needs wide open spaces
Room to make her big mistakes
The Chicks

 

Paula Irmschler:
Alles immer wegen damals

Erstausgabe: Mai 2024, ISBN: 978-3423283342
Taschenbuch: August 2025, ISBN: 978-3423149532
320 Seiten
Sprache: Deutsch

Beiträge des Praxismoduls des Studiengangs Literatur, Medien und Kultur der Moderne der Universität Mannheim in dem Seminar „Interview, TikTok, Rezension. Kulturjournalismus rund um ‚Mannheim liest ein Buch‘“

Quarterlife-Crisis zwischen Köln und Leipzig – Paula Irmschlers Roman Alles immer wegen damals

 

Paula Irmschler behandelt in ihrem zweiten Roman den isolierten und von Ängsten geprägten Alltag einer jungen Frau und ihrer Mutter, die sich in einem neuen Lebensabschnitt einfinden muss. Alles immer wegen damals erzählt von der Verzweiflung über ein Leben, das ganz anders verlaufen sollte, von der Wut, Klassenunterschieden, ost-westdeutschen Konflikten und von schwierigen Familienverhältnissen.

 

Karla, eine der beiden Protagonistinnen in Paula Irmschlers Roman Alles immer wegen damals, durchlebt in Köln eine Quarterlife-Crisis. Sie hat eine Fernbeziehung, die sie sich oft schönreden muss, keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter, lebt in der winzigen Wohnung eines Freundes und verbringt den Tag mit putzen, aufräumen und ihren Zwangsgedanken. Zudem macht sie eine Ausbildung – irgendwas mit Medien, typisch Köln –, die ihr eigentlich egal ist. Karla badet in Selbstmitleid und nimmt sich selbst als Schwarzes Schaf der Familie wahr. Da hilft auch der Familienchat nicht weiter, im Gegenteil: „Sie sehen, dass sie mal wieder nicht antwortet, nicht mal eine Emoji-Reaktion unter die Nachricht ihrer Mutter setzt, sich nicht meldet, dass sie nicht da ist, dass sie das schlechteste Kind von allen ist.“

 

Hamburg-Trip mit Hindernissen

Der Rest ihrer Familie – zwei Schwestern, ein Bruder und ihre Mutter – lebt im Osten, in Leipzig, ihrer alten Heimat. Mutter Gerda versucht sich an einen neuen Lebensabschnitt zu gewöhnen. Jetzt, da alle Kinder aus dem Haus sind, wohnt sie zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder allein. Im Familienchat wird oft über Alltagsthemen diskutiert, Diskussionen an denen Karla nicht teilnimmt, weil sie nicht die Kraft dafür hat. Ihr Leben dreht sich momentan nur darum, nicht aus der Wohnung zu fliegen, in der sie nicht offiziell gemeldet ist, und um ihre Beziehung mit Natalie, die ironischerweise in Leipzig wohnt. Um die Distanz, die sich zwischen Mutter und Tochter über die Jahre eingeschlichen hat, zu überwinden, organisieren Karlas Geschwister für die beiden zu ihrem 30. bzw. 60. Geburtstag einen Hamburg-Trip samt Musical-Besuch. Erwartungsgemäß läuft dabei einiges schief, und auch Karlas mentaler Zustand ändert sich dort nicht: „Sollte Hamburg nicht hübscher sein? Wenigstens jetzt und hier, damit sich das alles nicht so sinnlos anfühlt?“

 

Als Mutter und Tochter zum ersten Mal seit Jahren wieder aufeinandertreffen, ist die Stimmung zunächst durchwachsen; wenige Worte werden gewechselt, die üblichen Trigger ihrer Meinungsverschiedenheiten ausgelöst, etwa als Gerda ein Franzbrötchen ablehnt, weil es „zu süß“ sei, woraufhin Karla aus Protest „das süßeste!“ kauft. Im Verlauf des Trips wird Karla allerdings damit konfrontiert, sich ihrer Mutter zu öffnen, nachdem ihr Plan missglückt, heimlich abzuhauen. „Als sie dann oben den Schlüssel umdreht, behutsam ins Zimmer tapst, liegt da Gerda, die Glotze ist an, und sie ist noch wach. Schöne Scheiße, der ganze Plan ist hin, Karla muss bleiben, ein Abhaudrama vor den Augen ihrer Mutter, das kriegt sie nicht hin.“

 

Als Mutter und Tochter aber feststellen, dass keine von ihnen Lust auf „König der Löwen“ hat, beschließen sie spontan, zur Ostsee zu fahren – für ein bisschen Nostalgie und um ohne Ablenkung endlich ein längst fälliges, richtiges Gespräch zu führen. Zurück aus dem Urlaub erwartet Mutter und Tochter ein weiterer Wendepunkt: die Pandemie, die Karlas und Gerdas Leben erneut umwirft.

 

Zeitgemäße Themen, oberflächlich erzählt
In ihrem zweiten Roman spricht Irmschler viele wichtige, zeitgemäße Themen an. Neben dem Mutter-Tochter-Konflikt schreibt sie auch über Wohnungsnot, Erziehung, Zwangsneurosen, Cyber-Grooming, Sexualität und toxische Beziehungen, über Figuren mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen – eigentlich eine gute Basis für einen zeitgenössischen Roman. Leider bleiben die Figuren wie die verhandelten Gesellschaftsprobleme ein wenig oberflächlich. Auch der Stil will nicht ganz zum Genre Popliteratur passen, in das Irmschler ihren Roman selbst einordnet. Die Autorin scheint sich nicht einig zu sein, ob sie nun getreu dem Pop „frei Schnauze“ schreiben – „Gerda versucht zu rauchen. Es sieht ziemlich uncool aus“ –, oder doch in einem konventionelleren Roman-Ton mit gestelztem Genitiv bleiben will. „Es tut ihr nicht so sehr des Hundes wegen leid, dass sie keine Lust hat, mit ihm rauszugehen“, heißt es beispielsweise an einer Stelle. Ein lockerer, mündlicher Ton würde dem Roman deutlich besser stehen.

 

Auch die Statements der Figuren über gesellschaftliche und politische Themen wie die Überzahl gentrifizierte Cafés in Großstädten, Veganismus, der für Männer zu wenig Fleisch enthält, oder dass Kinderkriegen entromantisiert werden sollte, sind zwar richtig und wichtig, wirken aber wie tausendmal gehört und leider nicht so satirisch scharf, wie man es von Irmschler eigentlich gewohnt ist.

 

Bitte mehr Mut zum Witz
Hier und da blitzt Irmschlers Humor, den man von ihrer Arbeit für das Satiremagazin Titanic und für ZDF Magazin Royale kennt, trotzdem durch. Besonders trockene Sätze wie „Mascha ist aber 33 und war schon mal verheiratet, vieles deutet darauf hin, dass sie eine erwachsene Frau ist“, machen Spaß beim Lesen. Diese vereinzelten witzigen Stellen sind gut, nur bleibt die Autorin leider nicht bei ihren Fähigkeiten, sondern hat sich offensichtlich vorgenommen, einen anderen Ton anzuschlagen. Schade! Auch wenn die Themen von Alles immer wegen damals nicht unbedingt zum Lachen einladen, findet man sich in absurd schlimmen Alltagsmomenten oft mit Humor zurecht. Wie zum Beispiel, wenn sich Karla selbst das von ihrer Freundin Natalie komponierte Lied laut vorsingt: „falsch, falsch, falsch, ich bin falsch und schief und krumm und außerdem verkehrt herum […] Dazu tänzelt sie albern, als wäre sie zu Selbstironie noch in der Lage.“ Mehr davon hätte dem Roman zwischen den Zwangsgedanken von Karla und den teilweise austauschbaren Gedankengängen beim Einkaufen von Gerda gutgetan.

 

Durch die abwechselnd aus der Sicht von Gerda und Karla geschilderten Kapitel ergibt sich dennoch ein schönes Mosaik aus den zwei Generationen des Mutter-Tochter-Konfliktes. Insgesamt ist der Roman ein flott lesbarer Spiegel der heutigen Zeit. Neben diesen Themen erwarten einen eine ganze Reihe ostdeutscher Begriffe wie „abkindern“ und „Knast haben“ sowie der kuriose Brauch der „Vogelhochzeit“, die man im Westen kaum kennt, und die den eigenen Wortschatz sehr bereichern. Allein für die oft übersehene Kultur des Ostens lohnt es sich, Alles immer wegen damals zu lesen und der verschrobenen Familie doch eine Chance zu geben.

 

von Luis Sommer

Familie heißt lügen – Paula Irmschler und „Alles immer wegen damals“ bei „Mannheim liest“

 

Wie wichtig ist das eigene Zuhause? Zum erfolgreichen Start von „Mannheim liest ein Buch“ spricht Paula Irmschler, die Autorin des diesjährigen Buchs, über Wohnraum, Rückzugsorte und die Bedeutung von Familie – oder dessen Abwesenheit.

 

Stühlerücken in der Aula des Mannheimer Schlosses: Aufgrund des großen Besucherandrangs beim Auftakt von „Mannheim liest ein Buch“ am 10. November müssen spontan weitere Stuhlreihen aufgebaut werden. Nachdem sich auch die letzten Besucher*innen auf ihren Plätzen eingefunden haben, kann die Veranstaltung beginnen. Autorin Paula Irmschler, deren Roman „Alles immer wegen damals“ bei der vierten Auflage von „MaliBu“ im Fokus steht, wirkt auf der Bühne erfrischend ehrlich und gelassen. Geleitet wird das Gespräch von Prof. Dr. Thomas Wortmann, Dekan der philosophischen Fakultät, und Dr. Sandra Beck, Akademische Rätin am Seminar für Deutsche Philologie.

 

Paula Irmschler ist Musikjournalistin und Satirikerin, sie hat unter anderem im Missy Magazine und Musikexpress Texte veröffentlicht und als Redakteurin bei der Titanic gearbeitet, außerdem ist sie als Autorin für das Magazin Royale von Jan Böhmermann tätig. Ihr Debütroman „Superbusen“ (2018) wurde von der Kritik hoch gelobt. 2024 erschien ihr zweiter Roman „Alles immer wegen damals“, verfasst in Zeiten der Coronapandemie, wie sie auf der Bühne verrät. Der Roman erzählt die Geschichte eines Mutter-Tochter-Gespanns, das seine Beziehung zueinander sowie zu den Personen seines Umfelds erkundet. Karlas Umzug von ihrem Geburtsort Leipzig in den Westen nach Köln ist Auslöser emotionaler Konflikte. Nach zwei Jahren ohne Kontakt lässt ein Geschenk von Karlas Geschwistern sie und ihre Mutter Gerda wieder aufeinandertreffen. In ihrem Roman erkundet Irmschler die subtilen sozialen Prägungen zwischen Ost- und Westdeutschland, die sich in den unterschiedlichen Lebensträumen und Erwartungen der beiden Protagonistinnen widerspiegeln.

 

Parallelen zu den Figuren

Zu Beginn liest Irmschler die Anfangsszene des Romans vor. Darin erinnert sich Karla unmittelbar nach dem Aufwachen an das Leben mit ihren Geschwistern und dem Familienhund, eine Szene, die die Autorin als anekdotisch bezeichnet: Ihre Schwester hatte Irmschler in ihrer Jugend einen ähnlichen Streich gespielt. Obwohl Irmschler, die selbst vom Osten nach Westdeutschland zog, im Laufe der Veranstaltung mehrfach betont, Distanz zu ihren Figuren wahren zu wollen, entsteht schnell der Eindruck, dass es doch gewisse Parallelen gibt. Ein Satz, der beinahe zum Titel des Buches geworden wäre, bleibt hängen: „Familie heißt lügen bis tief in die Nacht.“ Blutsverwandtschaft, so die Autorin, stelle sie persönlich „nicht so hoch“.

 

Das Gespräch dreht sich um Familie, Erwartungshaltungen und den Drang nach Verbundenheit. Irmschler erinnert an Familien-Gruppenchats, die während der Pandemie eine besonders große Rolle spielten. „Man hat sich’s nicht ausgesucht – trotzdem ist man in vielen Fällen in einer Familiengruppe, weil dieser Zwang herrscht“, sagt sie. Offen spricht sie zudem über ihre eigenen familiären Erlebnisse, die sich in „Alles immer wegen damals“ wiederfinden – etwa über regelmäßige Streitereien unter Geschwistern, deren Gründe sie heute kaum noch nachvollziehen kann.

 

Was ist überhaupt „normal“?

Ein weiteres zentrales Thema des Romans ist die Frage nach Wohnraum, den Traum von den eigenen vier Wänden, einem Rückzugsort, der Sicherheit bietet: Mutter Gerda wünscht sich ein eigenes Haus, gefüllt mit Familienmitgliedern. Für viele heutzutage unerfüllbar: In einer persönlichen Anekdote erzählt die Autorin von Freund*innen, die ihre Familienplanung aufgrund fehlenden Wohnraums pausieren müssen. Sie betont, wie eng Arbeit, Leben und Beziehungen mit der Wohnsituation verbunden sind. Irmschler selbst lebt in einer Dachgeschosswohnung, die einzigen Wohnungen in ihrer Wahlheimat Köln, „die bezahlbar sind und auch ab und zu mal frei werden, weil es Leute da nicht aushalten“.

 

Immer wieder kehrt das Gespräch zum Begriff des „Normalen“ zurück. Was macht eine normale Frau aus, wie sieht eine normale Familie aus – und lässt sich „normal“ überhaupt klar definieren? Protagonistin Karla träumt von einem bodenständigen Leben; sie wünscht sich eine eigene Familie und einen Wohnraum, der Schutz, Ruhe und Rückzug bietet. Auch Gerda sehnt sich nach einem festen Platz für ihre Familie. Im Gespräch bezeichnet Wortmann Gerdas Wunsch als „Familienhaus“ – ein Ort, an dem sich alle ihre Habseligkeiten befinden und ihre Familie zusammenkommen kann. Irmschler selbst hat Gerdas Ideal eines „Familienhauses“ nie kennengelernt. Sie sei so häufig umgezogen, dass für sie bisher weder ein vollgestellter Keller noch ein Dachboden voller Kisten jemals zur Realität wurden.

 

Nachdem das offizielle Gespräch auf der Bühne beendet ist, leert sich der Saal nur zögerlich. Viele Besucher*innen nutzen den Moment, um sich ihre Exemplare des Romans von der Autorin signieren zu lassen. Im Raum verteilt entstehen Unterhaltungen über die vorgelesenen Passagen, bevorstehende Programmpunkte des Lesefests „MaliBu“ und die Pläne für den verbleibenden Abend. Die gelungene Auftaktveranstaltung endet in individuellen Begegnungen und anregenden Gesprächen.

 

von Pia Richter

Design

Plakat von 2025

Wir danken dem Kulturamt der Stadt Mannheim für die Zusammenarbeit sowie Absolventum für die Unterstützung.