Der Autor: Necati Öziri

Aufgewachsen im Ruhrgebiet, gehört der 1988 geborene Necati Öziri zu den aufregendsten Autoren der postmigrantischen Gegenwartsliteratur.

Seine Unterscheidung zwischen „Cola-Büchern“ (zu deren Lektüre man Koffein braucht) und „Nicht-Cola-Büchern“ (die einen von selbst wachhalten, weil sie so interessant sind) könnte im Verlauf seines Studiums der Neueren deutschen Literaturwissenschaft und Philosophie in Bochum, Istanbul, Olsztyn und Berlin entstanden sein. In Berlin kommt Öziri mit dem Ballhaus Naunynstraße in Berührung, einem Theater mit postmigrantischem Schwerpunkt. Als Dramaturgieassistent geht Öziri 2013 an das Berliner Maxim-Gorki-Theater, dort leitet er dann die Experimentierbühne. Auch mit eigenen Stücken tritt Öziri hervor; u. a. Vorhaut (2014), Get Deutsch or Die Tryin (2017) oder seine Auseinandersetzung mit Kleist Die Verlobung in St. Domingo – Ein Widerspruch (2019). Er wird Dramaturg beim renommierten Berliner Theatertreffen, gewinnt den Publikumspreis bei den 45. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt und etabliert sich in Vorträgen, Interviews und der Poetikdozentur der Hochschule RheinMain als wichtige öffentliche Stimme, die sich gegen Rassismus, Klassismus und Sexismus positioniert.

Mit Mannheim ist Öziri spätestens seit der Spielzeit 2020/21 verbunden, in der er Hausautor des Mannheimer Nationaltheaters war und sein Stück Gott Vater Einzeltäter zur Uraufführung brachte. Mannheim liest ein Buch 2026 holt ihn nun als Autor der Quadratestadt zurück.

Die Autorin

Die Autorin des „Buchs der Stadt“ 2025 ist Paula Irmschler – Satirikerin, Musikjournalistin und Autorin.